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Die
überlieferte Geschichte der Familie Pavese ist über
zehn Winzergenerationen alt und hat ihren Ursprung in
Treville Monferrato (Piemont). Livio
Pavese, geboren am 5.3.1928 setzte diese
Tradition im familieneigenen Winzeranwesen
fort. Mit knapp 13 Jahren beginnt er bereits
neue Rebveredelungsmethoden auf den amerikanischen
Rebunterlagen anzuwenden. Weitere Etappen seines
Werdegangs sind Restaurants in 1952 heiratet er Lisa Gugiatti aus dem Valtellina-Tal und übernimmt mit ihr die Weinhandlung "Cantinetta" in Via S. Maria Segreta 6. Paveses "Cantinetta" nahm schon damals das heute
so aktuelle Konzept der "Paninoteca" vorweg: ein reichhaltiges
kulinarisches Angebot
und die Verkostung von vorwiegend Piemonteser Spitzenweinen von höchstem
Niveau. Kurz, in der "Cantinetta" wurde Erfahrung mit bäuerlicher
Tradition gepaart. Nebenher übernimmt
Livio Pavese für kurze Zeit
die Vertretung des Hauses Gancia
für ein Gebiet
Mailands und sammelt Erfahrung im Vertrieb. In den folgenden Jahren konzentriert sich Livio Pavese voll auf das Familiengut in Treville. Durch die fachmännische Pflege der Weingärten, allen voran die Crus Podere S. Antonio, sowie der Kellereianlagen lassen die Ergebnisse ebenfalls nicht auf sich warten. Es entstehen erstklassige Weine von hoher Qualität, die dementsprechende Beachtung erringen. Neben dieser Hauptaktivität betreibt Livio Pavese weiterhin den Weinimport und -export. Erlesene Weine aus verschiedenen europäischen Anbaugebieten werden eingeführt und Piemonteser Edelweine weltweit exportiert, vor allem in folgende Länder: Deutschland, Großbritannien, die Schweiz, Österreich, USA, Japan, Sweden, Norway, Lateinamerika (Brasilien). 1995 schließt die "Cantinetta" in Mailand schweren Herzens ihre Pforten, Was bleibt, ist eine positive und interessante Erfahrung. Aber der Ausbau des Weinguts in Treville, sowie der Wunsch nach einem erhöhten Einsatz im Weinimport und -exportgeschäft zwingen zu diesem Schritt. Das Hauptaugenmerk liegt jetzt wieder voll und ganz auf dem "first business", denn die Märkte verändern sich laufend und mit ihnen die Wünsche der Weinkonsumenten. Die zahlreichen hohen Auszeichnungen, die Weine Livio Paveses erzielt haben, sind ein Beweis seiner fachmännischen und langjährigen Kompetenz. Hier seien nur einige der wichtigsten genannt. viermal wurde ihm der Oscar "Douja d'or" in Asti verliehen. Für seine Rotweine erhielt er 1983 die Silbermedaille, übrigens die einzige die an italienische Rotweine verliehen wurde, bei der "International Wines and Spirits Competition" in London, 1984 den zweiten Preis für seine Baroloweine beim "Wine Tasting" der amerikanischen Fachzeitschrift "The Wine Spectator" und den zweiten Preis bei der von "Decanter's" 1984 in London veranstalteten Verkostung. Von weiteren Verpflichtungen, die seinen Einsatz gefordert haben, allen voran die 15-jährige Amtszeit als Bürgermeister von Treville - dem malerischen kleinen Weindorf - sowie die als langjähriges Vorstandsmitglied des Schutzkonsortiums für Barbera d'Asti, ist Livio Pavese inzwischen zurückgetreten. Von nun an gilt dem Familienweingut sein volles Engagement, dort also, wo die Familientradition wurzelt und dort, wo sein Schaffen einst begann, nämlich zu Haus im Monferrato, wo die Weingärten den Winzern harte Arbeit abverlangen, für die sie dann um so großzügiger entschädigt werden.
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